Christina Rommel: Wie eine Thüringer Musikerin Business und Kreativität vereint

Wenn Christina von Musik spricht, leuchten ihre Augen. "Wenn ich Musik mache, kann der Tag noch so grau sein. Er wird schön", sagt die Thüringer Künstlerin und Unternehmerin. Doch hinter dieser Leidenschaft steckt mehr als nur künstlerische Expertise – es ist die Geschichte einer bemerkenswerten Transformation vom kreativen Freigeist zur erfolgreichen Geschäftsfrau, die heute mit innovativen Konzepten die Musikbranche bereichert.

© Christina Rommel, ESH

Vom Proberaum zum eigenen Label

Der Weg begann, wie bei vielen Künstlern, im "stillen Kämmerlein". "Als Künstler fängt man nicht unbedingt mit dem Bewusstsein eines Unternehmers an", erinnert sich Christina. Doch schnell wurde klar: Wer hochwertige Musik mit professionellen Musikern machen will, muss auch wirtschaftlich denken. 2008 gründete sie gemeinsam mit ihrem Partner das Label "Elisapark Music" – ein Meilenstein, der den Grundstein für ihre heutige Erfolgsgeschichte legte.

Innovation trifft Genuss: Die Schokoladenkonzerte

Christinas wohl bekannteste Innovation sind ihre Schokoladenkonzerte, die seit 2008 Musik und Genuss auf einzigartige Weise verbinden. Die Idee entstand aus ihrer Leidenschaft für beide Welten. "Ich bin durch Deutschland, Österreich und die Schweiz gefahren, habe Schokoladiers besucht und recherchiert", erzählt sie. Was als experimentelles Konzept in einem Rathaussaal begann, entwickelte sich zu einem Publikumsmagneten – das erste Konzert war innerhalb von zwei Stunden ausverkauft.

Heute, nach Jahren des Erfolgs, steht das Konzept vor seiner internationalen Expansion: Ab 2025 werden 150 Konzerte in 23 Ländern stattfinden. Ein Beweis dafür, dass kreative Ideen, gepaart mit unternehmerischem Geschick, keine Grenzen kennen.

© Christina Rommel

Führung mit Herz und Verstand

Was Christina als Unternehmerin auszeichnet, ist ihr authentischer Führungsstil. "Wir sind alle in einem Zusammenschluss und am Ende zählt das Ergebnis", beschreibt sie ihre Philosophie. Dabei setzt sie auf flache Hierarchien und echte Teamarbeit. Besonders wichtig ist ihr die faire Vergütung kreativer Leistung: "Ich spare, ich gucke genau und ich rechne sehr genau. Aber ich versuche wirklich, Kreativität auch einen Wert zu geben."

Brücken bauen zwischen Kunst und Wirtschaft

Eine von Christinas besonderen Stärken liegt in ihrer Fähigkeit, ungewöhnliche Verbindungen zu schaffen. Sie sieht Potenzial, wo andere es übersehen. So verwandelt sie Industriestandorte in einzigartige Konzertlocations und schafft dabei Mehrwert für alle Beteiligten. "Kreativität ist das, was sich mancher Unternehmer vielleicht wirklich abschauen könnte von einem Künstler", meint sie.

Ein Beispiel: Bei einem Besuch eines Bauunternehmens erkannte sie in den gewaltigen Betonmischern und Stahlkonstruktionen nicht nur Industrieanlagen, sondern musikalisches Potenzial. Das Resultat? Ein unvergessliches Mitarbeiterfest, das zum Event wurde und nun sogar in eine orchestrale Komposition mündet – kreatives Marketing, das weit über klassische Werbung hinausgeht.

Soziales Engagement als Herzensangelegenheit

Besonders am Herzen liegt Christina die musikalische Bildung. Mit einem 15-köpfigen Team bringt sie Musik in Schulen, wo regulärer Musikunterricht oft fehlt. "Selbst die größten Störenfriede sind auf einmal handsam, wenn du ihnen ein Instrument in die Hand drückst", berichtet sie. Das Projekt geht dabei weit über klassischen Musikunterricht hinaus – es integriert Tanz, Bühnengestaltung und vermittelt wichtige Soft Skills wie Teamwork und Zeitmanagement.

© Christina Rommel

Permanente Innovation als Schlüssel zum Erfolg

In der sich ständig wandelnden Kulturbranche ist Stillstand keine Option. "Du musst permanent reflektieren, was funktioniert", betont Christina. Diese Flexibilität bewies sie auch während der Corona-Pandemie, als sie neue Formate entwickelte, um ihr Publikum zu erreichen. Ihr Erfolgsrezept? Die Bereitschaft, eingefahrene Wege zu verlassen und kreative Lösungen zu finden.

Zukunftsperspektiven

© Christina Rommel

Mit der internationalen Expansion ihrer Schokoladenkonzerte steht Christina vor ihrer bisher größten unternehmerischen Herausforderung. Die Produktion mehrsprachiger Versionen ihrer Musik ist in vollem Gange, Kooperationen mit den Prager Philharmonikern sind in Arbeit. Doch bei allem Wachstum bleibt sie ihren Prinzipien treu: Qualität vor Quantität, authentische Kunst statt oberflächlicher Unterhaltung.

Fazit: Ein Vorbild für die Kreativwirtschaft

Christinas Geschichte zeigt exemplarisch, wie sich künstlerische Vision und unternehmerisches Handeln erfolgreich verbinden lassen. Ihr Erfolg basiert auf der seltenen Fähigkeit, kreative Ideen in tragfähige Geschäftsmodelle zu überführen, ohne dabei die künstlerische Integrität zu verlieren.

In einer Zeit, in der die Kulturbranche vor großen Herausforderungen steht, liefert sie wichtige Impulse: Innovation ist der Schlüssel zum Erfolg, aber sie muss authentisch sein und einen echten Mehrwert bieten. Oder wie Christina es ausdrückt: "Die Musik ist das, was mich erfüllt und was mich glücklich macht und wo ich sage, dafür lohnt es zu kämpfen und da mache ich alles möglich."

Sebastian Meier

Als Brückenbauer zwischen Innovation und Tradition prägt Sebastian Meier die Zukunft des ostdeutschen Unternehmertums. Seine außergewöhnliche Expertise wurzelt in zwei Welten: Als ehemaliger Leiter des Thüringer Zentrums für Existenzgründungen erkannte er die Bedeutung starker Netzwerke und brachte erstmals die relevanten Akteure der Gründungsszene an einen Tisch. Diese neugeschaffenen Synergien zwischen Wirtschaft, Forschung und Förderung wirken bis heute nach. Als Gründer führte er selbst die myGermany GmbH von der Startup-Vision zum erfolgreichen internationalen Bestandsunternehmen.

Diese einzigartige Kombination aus Startup-DNA und Institutionserfahrung macht ihn zum gefragten Sparringspartner für Unternehmer und Innovatoren. Mit EASTSIDE HEROES verfolgt er heute eine klare Mission: Die Transformation Ostdeutschlands zum dynamischen Wirtschaftsstandort der Zukunft. Sein 15 Jahre aufgebautes Netzwerk aus über 500 aktiven Unternehmenskontakten nutzt er, um etablierte Player mit innovativen Scale-ups zu verbinden und echte Wertschöpfung zu generieren.

Als Nerd für Künstliche Intelligenz und Automatisierung berät Sebastian regelmäßig Unternehmen bei ihrer digitalen Transformation.

Profitiere von Sebastians einzigartigem Netzwerk und Erfahrungsschatz: Verbinde dich jetzt auf LinkedIn und werde Teil einer neuen Generation erfolgreicher ostdeutscher Unternehmer.

www.linkedin.com/in/eastsideheroes

Zurück
Zurück

Von der Dorfbäckerei zum innovativen Familienunternehmen: Die Geschichte der Bäckerei Bergmann

Weiter
Weiter

Die Zukunft der Hörakustik: Peter Möckel über Hörgeräte, AirPods und Innovation